[Niederkassel, 28.05.2021] Am Dienstag wurde ein Mitarbeiter der gemeinnützigen Hilfsorganisation ZOA im Südsudan getötet. Er fiel der Gewalt in der Region Jonglei zum Opfer, in der ZOA arbeitet. Die Region wird immer wieder von Stammeskonflikten geprägt. „Wir sind tief erschüttert“, erklärt Dirk Gerlach, Geschäftsführer von ZOA Deutschland. Er betont: „Unsere Gedanken und Gebete sind in dieser schweren Zeit bei seiner Familie und allen Angehörigen.“

Der 60-jährige sudanesische ZOA-Mitarbeiter wurde ermordet, als er auf dem Rückweg von Gumuruk nach Verteth war. Er arbeitete als Wachmann für ein Nahrungsmittelprojekt der Organisation in der Region des Südsudans. Er hinterlässt eine Frau und fünf Kinder. „Dieses tragische Ereignis hat uns alle tief erschüttert. Wir stehen an der Seite seiner Frau und seiner Kinder, die um den Verlust eines Ehemannes und Vaters trauern,“ sagt Dirk Gerlach und betont, dass Mitarbeitende von Hilfsorganisationen zu jeder Zeit besonders geschützt sein müssen. Jede Form von Gewalt gegen sie verstoße gegen internationales Recht und sei untragbar.

ZOA ist seit 1992 im Südsudan aktiv, der sich im Jahr 2011 für unabhängig erklärte. Das Land kämpft seit Jahrzehnten mit Hungersnöten, Krieg und Überschwemmungen. Die vielen Konflikte haben mittlerweile zu einer tragischen humanitären Situation geführt. Sieben Millionen Menschen – etwa 60 Prozent der Bevölkerung – sind derzeit auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln ist das größte Problem. ZOA setzt sich daher für einen umfassenden Ansatz ein: Nahrungsmittel, sauberes Trinkwasser, Bildung, verbesserte landwirtschaftliche Produktion, Traumatherapie sowie die friedliche Lösung von Konflikten.